Fachkongress „Faszination 4.0 - ARBEIT“

Wie wird die Digitalisierung die Arbeitswelt verändern? Und wie können Unternehmen diesen Wandel mitgestalten und dabei Chancen nutzen? Anhand zahlreicher vorgestellter Praxisbeispiele diskutierten dazu über 400 ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft am 3. September 2018 in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld auf dem Fachkongress zur Zukunft der Arbeit. Geladen hatten die OWL GmbH, die Bertelsmann Stiftung, der Spitzencluster it’s OWL, OWL MASCHINENBAU e.V. und die Regionalagentur OWL. Bei der Veranstaltung handelte es sich um eine „Voneinander lernen“-Veranstaltung im Rahmen des Dialogprozesses „NRW 4.0“.

Eines wurde im Plenum und den vier Themenforen deutlich: Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt sind vielfältig. Einige Arbeitsplätze werden wegfallen, andere neu geschaffen. Gleichzeitig wird Arbeit flexibler und weniger an einen festen Arbeitsplatz gebunden sein. Hierdurch können sich Chancen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergeben und den ländlichen Raum im Allgemeinen stärken. Darüber hinaus stellten die Teilnehmenden des Fachkongresses heraus, dass Arbeit auch individuell in den Betrieben neu gedacht werden muss.

Aus dem Ideenlabor am 14. November 2017 in OWL ging der Wunsch eines „Gipfeltreffens“ für Aus- und Weiterbildung in der Region hervor. Entsprechend präsentierten zahlreiche Unternehmen auf dem Kongress anhand von Praxisbeispielen konkrete Lösungen und Gestaltungsmöglichkeiten für verschiedene Themenbereiche. Neue Technologien wie etwa der Einsatz von Augmented Reality bei der Produktentwicklung betreffen die direkte Arbeitspraxis und spielen ebenso  für geeignete Aus- und Weiterbildungsangebote eine wichtige Rolle, wie Melanie Taube, stellvertretende Leiterin der Regionalagentur OWL, erläutert: „Die Beschäftigten müssen frühzeitig qualifiziert werden, um auf die neuen Anforderungen in ihren Betrieben vorbereitet zu werden. Dazu müssen wir in der Region gemeinsam geeignete Aus- und Weiterbildungsangebote entwickeln.“ Lehrfabriken wie BANG (Verl und Steinhagen) und der DAA (Bad Oeynhausen) sind hier nur zwei innovative Beispiele. Schließlich eröffnet die Digitalisierung auch neue Möglichkeiten für die Arbeitsstrukturen in Unternehmen – Stichwort „New Work“: Hierarchieübergreifende, partizipative Prozesse der Zusammenarbeit etwa können breites Wissen nutzbar machen und so optimale Lösungen erreichen.

Jedes Unternehmen steht vor der Herausforderung, seinen eigenen Weg durch diesen Veränderungsprozess zu gehen. Vor diesem Hintergrund bot der Fachkongress für die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, lösungsorientierten Input mitzunehmen, sondern sich darüber hinaus mit Weiterbildungsträgern und Dienstleistern auszutauschen und sich untereinander zu vernetzen. Für Dr. Jens Stuhldreier vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) war der Kongress „ein starkes Zeichen, dass die Regionalagenturen dem Thema Digitalisierung in der Arbeitswelt offen begegnen und sich dafür einsetzen, Wissen in die Breite zu tragen.“

Weitere Informationen und Fotos von der Veranstaltung sowie Einblicke aus den Foren finden Sie hier.