Digitaler Verbund/Mapping-Projekt“ Lebenswerte Region zur Auffindbarkeit attraktiver KMU

Damit sich vor allem auch kleinere und mittelständische Unternehmen als attraktive Arbeitgeber darstellen können, wurde ein „Digitaler Verbund/Mapping-Projekt" in Form einer virtuellen Landkarte angedacht. Die Idee ist im Rahmen des Ideenlabors der Region Emscher-Lippe entstanden, das am 7.12.2016 in Castrop-Rauxel stattfand.

Ausgehend von der Annahme, dass viele junge Menschen in der Region bleiben möchten, sofern sich ihnen beruflich interessante Chancen bieten, wurde die Idee einer Internet-Plattform bzw. App entwickelt. Diese soll einfach und übersichtlich aufgebaut sein, so dass sich Arbeitssuchende einen schnellen Überblick verschaffen können, wo es in der Region interessante Unternehmen gibt. Vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen sollen dadurch auffindbar werden. Im Ergebnis findet der oder die Suchende eine virtuelle Landkarte, auf der − entsprechend vorher gewählter Filterkriterien (z.B. Branchen, Berufe, Orte, Unternehmensgröße, Vereinbarkeit Beruf-Familie etc.) entsprechende Unternehmen angezeigt werden. Insbesondere kleine Unternehmen, die sich bisher über einen Brancheneintrag hinaus nicht im Internet präsentieren, sollen durch einen Leitfragebogen unterstützt werden, die relevanten Informationen für das Portal bereitzustellen. Das Portal soll modular aufgebaut sein, so dass die Suche erweitert werden könnte, wie z.B. nach Kinderbetreuungseinrichtungen, Wohnungsangebote, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel oder Fortbildungsmöglichkeiten.

Diese Internet-Plattform könnte auch als App ausgebaut werden und sollte mit verschiedenen Offline-Angeboten wie z.B. Info-Veranstaltungen, Weiterbildungen, Arbeitsgruppen-Treffen gekoppelt werden, um die Akteure der Region zu vernetzen. Im Ergebnis würde die gesamte Region von der Wirkung des Verbundes profitieren: weniger junge Menschen wandern ab, das Innovationspotenzial bleibt in der Region erhalten und der Strukturwandel gelingt. Zu beteiligen wäre neben den Unternehmen eine Vielzahl an Akteuren: Job Center, Agentur für Arbeit, Bildungseinrichtungen, Kammern, Kreis und Kommunen. Finanzierungsmöglichkeiten sind zu prüfen, wie z.B. die Anschubfinanzierung durch große Partner, ein Umlagekonzept für beteiligte Unternehmen, die Projektfinanzierung aus „Umbau 21 – Smart Region“ oder auch aus ESF-Programmen. Ein möglicher „Kümmerer“ bzw. „Motor“ für das Projekt ist zu identifizieren. Im Nachgang zum Ideenlabor wird die Regionalagentur zu einem Treffen einladen, bei dem ein erstes Grobkonzept entwickelt werden soll.

Kontakt:

Regionalagentur Emscher-Lippe, Marita Frank, marita.frank@emscher-lippe.de