Bildungseinrichtungen als Schnittstelle

Bei der Frage nach den richtigen Kompetenzen für den digitalen Wandel wird die Schwierigkeit deutlich, die sich verändernden Anforderungen der Unternehmen mit schulischen Ausbildungsangeboten in Einklang zu bringen. Unklar ist dabei, welche Basiskompetenzen im digitalen Wandel gefordert sind und welche spezifischen Kompetenzen gebraucht werden. Was bedeutet z.B. Medienkompetenz aus Unternehmenssicht konkret?

Um Bildungsangebote gezielter am Bedarf der Praxis ausrichten zu können, braucht es einen intensiven Austausch und Transfer, wobei die Bildungseinrichtungen der Region als Schnittstelle funktionieren. Durch eine engere Vernetzung können sie ihre Aktivitäten besser koordinieren und Synergien nutzen, wie z.B. bei der Organisation einer Veranstaltungsreihe, die gute Beispiele von Unternehmen aus der Region aufzeigt. Auch gemeinsame Workshops von Unternehmen, Berufskollegs und Fachhochschulen wären ein erster Schritt, um die Anforderungen der Praxis in die Ausbildung zu übersetzen. Von einem engeren Austausch und passgenauen Bildungsangeboten profitieren dabei nicht nur Unternehmen, Auszubildende und Studierende. Auch für Beschäftigte könnten auf diese Weise gezielte, regionale Weiterbildungsangebote entwickelt werden.

Die Bildungseinrichtungen treten so in zweifacher Hinsicht an die Unternehmen heran und werden zum „Schrittmacher im digitalen Wandel“: zum einen indem sie Angebote schaffen, die auf die benötigten Kompetenzen von Auszubildenden, Studierenden und Beschäftigten ausgerichtet und zum anderen, indem sie Unternehmen in der Region für die Veränderungen der Digitalisierung sensibilisieren, gute Praxis sichtbar machen, und dazu motivieren, aus guten Beispielen anderer Unternehmen zu lernen.

Für die Umsetzung kommt sowohl den Unternehmen, den Berufskollegs als auch den Fachhochschulen der Region eine wichtige Rolle zu. Als entscheidend für die Entwicklung von gemeinsamen Initiativen werden zudem die Gremien der Bildungsregion Hochsauerland und der Bildungsregion Kreis Soest genannt.

Kontaktinformationen

Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, Ursula Rode-Schäffer (Geschäftsführerin), rode-schaeffer@r-h-h.de