Ideenlabor Region Münsterland

Ein Brancheninnovationsfestival, ein Netzwerk zur Teilung von Wissen und eine regionale Plattform

13.06.2017 09:00 13:00
Digital Hub münsterLAND, Hafenweg 16, 48155 Münster

Unter dem Titel „Digital. Wer geht mit“ haben der münsterLAND.digital e.V. und die Regionalagentur Münsterland e.V. zum ersten Ideenlabor in den Digital Hub nach Münster eingeladen. Im Mittelpunkt der durch Open.NRW geförderten Ideenlabore steht die gemeinsame Entwicklung von Ideen für die Gestaltung guter und fairer Arbeit im digitalen Wandel.

Als Zentrum zur Förderung der digitalen Wirtschaft und der Vernetzung von Unternehmen, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Startups, bildete der Hub den idealen Raum für neue Gedanken und Ideen. Ziel war es, gemeinsam konkrete Gestaltungsideen und Impulse für den digitalen Wandel in der Region Münsterland zu erarbeiten und so die Arbeitswelt der Zukunft schon heute aktiv zu gestalten.

Gruppenbilder aus dem Ideenlabor in Münster

Frau Ixmann von der Regionalagentur begrüßte die Teilnehmenden herzlich und bedankte sich bei allen Unterstützern, die dazu beigetragen haben, das Ideenlabor im Münsterland auf die Beine zu stellen. Auch Herr Malessa, Geschäftsführer des münsterLAND.digital e.V., blickte als Gastgeber gespannt und voller Vorfreude auf das Ideenlabor: „Der DigiHub ist dafür da, verschiedene Perspektiven und Menschen zusammenzubringen. Hier sollen kreative Ideen und neue Möglichkeiten geschaffen werden. Gute Voraussetzungen also, für ein Ideenlabor“.

Nach dem Impuls „Arbeit 4.0 im Dialog“ von Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in Nordrhein-Westfalen, arbeiteten die Teilnehmenden in drei moderierten Kleingruppen. Ausgangspunkt der Ideenentwicklung waren die Blickwinkel von drei fiktiven Personen, die unterschiedlichen Herausforderungen der Digitalisierung begegnen:

  • Wie können durch die Partizipation der Mitarbeiter neue Geschäftsmodelle entwickelt und neue Kunden gewonnen werden?
  • Wie könnte die Digitalisierung Unternehmen dabei helfen, sich als attraktiver Arbeitgeber aufzustellen und in der Region sichtbar zu werden?
  • Wie können Unternehmen in der Region bei der Gestaltung des Digitalisierungsprozesses unterstützt werden?

Als Vorreiter im Bereich Digitalisierung und partizipativer Unternehmenskultur stellte Herr Uwe Rotermund, Geschäftsführer und CEO der noventum consulting GmbH, in seinem Vortrag Trends und Entwicklungen der digitalen Arbeitswelt vor: „Unternehmen und damit deren Führungskräfte haben eine große Verantwortung zur Gestaltung einer mitarbeiter- und gleichzeitig innovationsfreundlichen Unternehmenskultur. Nicht nur die Technologien zur Digitalisierung erfordern eine schnellere Veränderungsfähigkeit, sondern auch weitere soziokulturelle Megatrends“.

Mit viel Engagement und Begeisterung entwickelten die Teilnehmenden in ihren jeweiligen Kleingruppen erste konkrete Ansätze, wie die Region Münsterland fit für den digitalen Wandel wird.

Die Idee Digitale Kompetenz im Netzwerk teilen soll dazu beitragen, das Thema Digitalisierung im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu platzieren, Wissen und Erfahrungen zu teilen und deutlich machen, dass die Veränderungsprozesse des digitalen Zeitalters alle betreffen. Die Idee Brancheninnovationsfestival Münsterland soll das Thema Digitalisierung gezielt nutzen, um Branchennetzwerke zu bilden und weiter zu stärken, um Innovationsfähigkeit in den Betrieben und Branchen zu implementieren und durch partizipative Unternehmensstrukturen neue Geschäftsfelder zu entwickeln. Mit der Idee einer regionalen Plattform Innovatives Münsterland sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen der Region sichtbarer und die Region insgesamt für Fachkräfte attraktiver werden.

Abschließend fasste Frau Ixmann zusammen: „Das 1. regionale Ideenlabor in der Region Münsterland hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und in einen gemeinsamen Dialog zu treten. Denn nur so sind die Herausforderungen des digitalen Wandels und die Gestaltung guter, fairer Arbeit 4.0 zukünftig zu meistern.“