Ideenlabor der Region Mülheim an der Ruhr - Essen - Oberhausen

Eine MEO-Ausbildungs-App mit Matching-Tool, ein lernender Baukasten und eine Entwicklungswerkstatt

21.06.2017 09:00 13:00
Com.In im Camp.Essen, Karolingerstraße 96, 45141 Essen

Die fortschreitende Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt. Welche Auswirkungen diese Prozesse auf Wirtschaft und Gesellschaft haben werden, ist dabei nicht allein von der technologischen Entwicklung abhängig. Vielmehr stellt sich die Frage nach Reichweite und Möglichkeiten gemeinsamen Handelns der regionalen Akteure. Dies war der Ausgangspunkt für die Einladung der NRW Regionalagentur MEO zum Austausch im Rahmen des Ideenlabors „Kreative Ideen für eine zukunftssichere Region Mülheim - Essen - Oberhausen“, das am 21. Juni 2017 in Essen stattfand. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft folgten der Einladung ins Com.In im Camp.Essen.

Gruppenbild der Teilnehmenden

In seiner Begrüßung machte Dieter Hillebrand, stellvertretender Vorsitzender des MEO-Lenkungskreises, seine Freude über die Umsetzung des Ideenlabors deutlich. „Die Grundsteine für das Ideenlabor wurden bereits Ende letzten Jahres im Lenkungskreis gelegt. Dass wir das Format nun hier in Essen durchführen können, benötigte eine lange, und am Ende erfolgreiche Planung“, so Hillebrand. Ziel des Ideenlabors sei es, die Chancen der Digitalisierung in der Region frühzeitig im gemeinsamen Austausch zu erkennen, zu nutzen und aktiv für die Region zu gestalten.

Andreas Kaminski, Projektkoordinator im Camp.Essen, beschrieb die besonders gute Passung des Veranstaltungsortes: „Das Camp.Essen steht für Innovation und dafür, Menschen, Wissen und Motivation zusammenzubringen. Insofern ist das ein perfekter Ort für das Ideenlabor heute.“

Dr. Jens Stuhldreier, Referatsleiter Modernisierung der Arbeit im NRW-Arbeitsministerium, hob in seinem Impuls „Arbeit 4.0 im Dialog“ hervor: „Wir müssen den Menschen in all diesen Entwicklungen mitnehmen. Wir fokussieren uns auf den Aspekt Mensch und Teilhabe. Dies ist auch der Mittelpunkt unseres Dialogs NRW 4.0: Gute und faire Arbeit.“

In drei moderierten Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden erste Gestaltungsideen und Lösungsansätze, wie die Region den Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt begegnen kann. Ausgangspunkt des Austausches waren folgende Fragestellungen:

  • Wie müssen sich unsere Unternehmen/KMU aufstellen, um vor allem auch für junge Fachkräfte und Studierende in der Region attraktive Arbeitgeber zu sein?
  • Wie können sich Betriebe den Anforderungen der Digitalisierung stellen und dabei aktiv ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbeziehen?
  • Wie sehen die zukünftigen Anforderungen an den Arbeitsplatz 4.0 aus?

Die Arbeitsgruppen wurden von Moderatorinnen der IFOK GmbH geleitet und fachlich unterstützt von Franz Roggemann (IHK zu Essen), Nils Ehle (Camp.Essen) und Frank Kirchner (Schrader Industriefahrzeuge GmbH & Co. KG).

Die entwickelten Lösungsansätze sind eine MEO-Ausbildungs-App, die freie Ausbildungsplätze in der Region sichtbar macht und „im Vorbeigehen“ ein Matching-Tool für Azubis und Unternehmen bietet; ein Lernender Baukasten, der Wissen, Methoden und einen Fahrplan zur Verfügung stellt, um Unternehmen bei der eigenen Reorganisation im Rahmen des digitalen Wandels zu unterstützen sowie eine Entwicklungswerkstatt die relevante Akteure zusammenbringt und gute Beispiele der Digitalisierung aufzeigt − auch für Beschäftigte und Unternehmen, die beim Thema Arbeit 4.0 noch am Anfang stehen.

Zum Abschluss bedankte sich Dieter Hillebrand bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die engagierte Mitarbeit. Nach dem Ideenlabor gelte es, beim Thema Digitalisierung und Arbeit 4.0 in der Region weiter voranzugehen und die entwickelten Ideen weiterzudenken.