Ideenlabor Region Düsseldorf – Kreis Mettmann

Digitalisierung und ihre Herausforderungen für Beschäftigte und Unternehmen

13.10.2017 14:00 18:00
Digital Hub Düsseldorf/Rheinland, Speditionstraße 15A, 40221 Düsseldorf

Wie gelingt es Unternehmen und Arbeitgebern in der Region Düsseldorf – Kreis Mettmann, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern? Diese Frage und die gemeinsame Entwicklung von Gestaltungsideen in der Region standen im Mittelpunkt des 14. Ideenlabors des NRW-Arbeitsministeriums in Düsseldorf, das am 13.10.2017 von der Regionalagentur Düsseldorf - Kreis Mettmann in den Räumlichkeiten des Digital Hub Düsseldorf/Rheinland ausgerichtet wurde.

„Die Digitalisierung eröffnet uns neue Chancen für Innovation und bietet uns aktive Gestaltungsmöglichkeiten unserer Arbeitswelten“, stellte Birgit Jommersbach, Leiterin der Regionalagentur Düsseldorf - Kreis Mettmann zu Beginn des Ideenlabors fest.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Hornik, Geschäftsführer des DigiHubs richtete Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ beim MAGS das Wort und seinen Dank an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Wir erleben eine Digitalisierung der Arbeitswelt. Dies erfordert eine Politik, die den Wandel gemeinsam mit Unternehmen, Kammern, Verbänden und anderen Institutionen gestaltet.“ Herr Dr. Stuhldreier betonte im diesem Zusammenhang die zentrale Rolle der Arbeitsmarktpolitik, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf neue Berufe vorzubereiten, um Fachkräfte zu sichern „und um nicht nur digital-affine Menschen, sondern auch Skeptiker im Wandel mitzunehmen. In Ideenlaboren, die das Landesarbeitsministerium im Rahmen von Open.NRW gestartet hat, suche man in allen zentralen Arbeitsmarktregionen Nordrhein-Westfalens den Dialog mit Akteuren. „Wir setzen den Menschen in den Mittelpunkt“, betonte er. Im heutigen Ideenlabor gehe es darum, proaktiv Chancen voranzutreiben und Impulse zu setzen.

Herr Hornik verwies in seinem Impulsreferat mit einigen Beispielen auf die enormen Innovationspotentiale in NRW. Wichtig sei, dass der digitale Wandel in Unternehmen durch die Geschäftsführung und den Vorstand gewollt und vorgelebt werde. „Nie war der Zeitpunkt besser, um sich dem digitalen Wandel zu stellen und neue Chancen zu identifizieren“, hob er hervor.

Aus dem Blickwinkel von drei fiktiven Personen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ideenlabors erste Gestaltungsideen. Folgende Fragestellungen bildeten den Ausgangspunkt der Diskussionen:

  • Wie können wir im Unternehmen die digitalen Kompetenzen der jungen Menschen nutzen und gleichzeitig das Wissen und die Erfahrung der Älteren mitnehmen?
  • Wie kann die Digitalisierung Unternehmen dabei helfen, als flexible und moderne Arbeitgeber sichtbar für Arbeitssuchende zu sein?
  • Wie können wir es schaffen, Mitarbeiter und Führungskräfte im digitalen Wandel mit Hilfe von Qualifizierungen mitzunehmen?

Die Ideen, die im Rahmen des Ideenlabors entwickelt wurden, bilden erste konkrete Ansätze, wie die Region fit für den digitalen Wandel gemacht werden kann. Unter dem Titel GIDDZ – Gemeinsam in die digitale Zukunft könnte eine neue Form des Austauschs in der Region entstehen, bei der Menschen unterschiedlichen Alters Projektteams bilden und von der Lebens- und Berufserfahrung beziehungsweise den Digitalkompetenzen der anderen profitieren. Das Metaportal „DigiSmart“ könnte digitales Wissen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen, bündeln und für interessierte Akteure der Region sichtbar machen. In der dritten Arbeitsgruppe entstanden einige unterschiedliche Ideenansätze. Thematischer Schwerpunkt war die Stärkung der Arbeitgeberattraktivität durch die Initiierung eines Dialogprozesses zwischen potenziellen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu Bedarfen und Kompetenzen.

Zum Abschluss dankte Frau Jommersbach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre intensive Mitarbeit. Die Regionalagentur wird die ersten Ideen weiter aufarbeiten und gemeinsam mit den beteiligten Partnern die nächsten Schritte erarbeiten.