Ideenlabor Region Oberbergischer Kreis

Kreative Ideen für eine zukunftssichere Region

25.10.2017 09:00 26.10.2017 13:00
BPW Bergische Achsen KG, Ohlerhammer 1, 51674 Wiehl

Wie gelingt es Unternehmen und Arbeitgebern in der Region Oberbergischer Kreis, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern? Diese Frage und die gemeinsame Entwicklung von Gestaltungsideen in der Region standen im Mittelpunkt des 15. Ideenlabors des NRW-Arbeitsministeriums. Diese Veranstaltung wurde unter der Schirmherrschaft des Landrats des Oberbergischen Kreises, Jochen Hagt, und von der Regionalagentur Region Köln und dem IT Forum Oberberg e.V. in den Räumlichkeiten der BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft in Wiehl ausgerichtet.

Gruppenbild des Ideenlabors

Quelle Foto: OBK

In der Begrüßung stellte Frau Höfel, Geschäftsführerin der BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft, fest: „Wir bei der BPW befinden uns mitten im digitalen Wandel.“ Mit einem Innovation Lab in Siegburg, technischen Lösungen für die Elektromobilität und Mitarbeiterschulungen für veränderte Führungsanforderungen gehe das Unternehmen bereits neue Wege in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt.

Uwe Stranz, Dezernent des Oberbergischen Kreises, verwies in seiner Begrüßung auf das IT-Forum Oberberg, welches Unternehmen aus der Region zusammenbringt und das Thema Digitalisierung in der Region vorantreibt. „Wir können die Digitalisierung nutzen, um Herausforderungen in unserer Region anzugehen und neue Arbeits- und Kommunikationsmöglichkeiten zu erschließen“, appellierte er. In diesem Zusammenhang hoffe er auf viele neue Ideen aus der heutigen Dialogveranstaltung.

Im Anschluss begrüßte Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ beim MAGS, die teilnehmenden Gäste. „Die Digitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern eine funktions- und bereichsübergreifende Transformations-Aufgabe“, betonte Stuhldreier. Um den Wandel gemeinsam zu gestalten, müsse man Beschäftigte von Beginn an in einem partizipativen Prozess mit einbeziehen. Aus diesem Grund suche das MAGS in Ideenlaboren, die das Landesarbeitsministerium im Rahmen von Open.NRW gestartet hat, den Dialog mit Akteuren in allen zentralen Arbeitsmarktregionen Nordrhein-Westfalens. Stuhldreier hielt fest: „NRW ist gut aufgestellt, um vom digitalen Wandel zu profitieren. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich mit der Digitalisierung der Arbeitswelt auseinanderzusetzen.“ In diesem Sinne verabschiedete er die Teilnehmenden mit den Worten des Künstlers Joseph Beuys in die Kleingruppenarbeit: „Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“

Aus dem Blickwinkel von drei fiktiven Personen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ideenlabors erste Gestaltungsideen. Folgende Fragestellungen bildeten den Ausgangspunkt der Diskussionen:

  • Wie können Unternehmen in unserer ländlich geprägten Region die Potenziale des flexiblen Arbeitens besser ausschöpfen?
  • Wie könnte die Digitalisierung Unternehmen dabei helfen, sich als attraktiver Arbeitgeber aufzustellen und in der Region sichtbarer zu werden?
  • Wie können wir den digitalen Wandel nutzen, um die Ausbildung von Fachkräften in der Region zu stärken?

Die Ideen, die im Rahmen des Ideenlabors entwickelt wurden, bilden konkrete Ansätze, wie die Region fit für den digitalen Wandel gemacht werden kann. Unter dem Titel Community Space OBK soll im Oberbergischen Kreis eine analoge Austauschplattform gegründet werden, in der Unternehmen aus der Region gemeinsam den digitalen Kulturwandel und flexible Arbeitsmodelle entwickeln können. Mit dem Social-Co-Working und Event-Space wird ein zentraler und attraktiver Dialograum in Oberberg geschaffen, der die Arbeitgeber der Region durch Austausch und Sichtbarkeit stärkt. Unter dem Titel Smarte Ausbildung: das virtuelle Klassenzimmer entsteht ein Blended-Learning-Format, das virtuellen Berufsschulunterricht mit Präsenzphasen kombiniert und die Pendelzeiten von Auszubildenden in der Region verkürzt.

Zum Abschluss dankten Birgit Steuer, Leiterin der Regionalagentur Region Köln, und Herr Stranz den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre intensive Mitarbeit. Es gehe nun darum, konkrete Ideen weiterzuentwickeln und umzusetzen.