Ideenlabor Emscher-Lippe

Eine Kampagne „Schachtzeichen 4.0“, Digitalisierungsberater und ein Mapping-Projekt für KMU

07.12.2016 16:00 19:45
Castrop-Rauxel

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Wie der Herausforderung des digitalen Wandels in der Region Emscher-Lippe begegnet werden kann, war Thema des regionalen Ideenlabors, das am 7. Dezember 2016 in Castrop-Rauxel stattfand. Der Einladung der Regionalagentur Emscher-Lippe, der Handwerkskammer, des DGB und des Kompetenzzentrum Frau & Beruf waren rund 30 Teilnehmende gefolgt. Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, der Bildungslandschaft, der Politik, Verwaltung, von weiteren regionalen Institutionen sowie zwei junge Menschen in Ausbildung und Studium nahmen teil. Ziel des Ideenlabors war es, gemeinsam konkrete Gestaltungsideen für die Region Emscher-Lippe zum erfolgreichen digitalen Wandel der Arbeitswelt zu entwickeln.

„Natürlich wissen wir, dass die Region mit Blick auf die Digitalisierung bereits auf dem Weg ist und viele Aktivitäten angestoßen wurden. Wir starten nicht bei Null,“ so Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration (MAIS) des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir als Landesarbeitsministerium möchten mit Ihnen darüber nachdenken, wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeits- und Ausbildungswelt aussehen und wie sie in der Region gewinnbringend gestaltet werden können.“

In drei moderierten Arbeitsgruppen identifizierten die Teilnehmenden anhand von fiktiven Personen zunächst zentrale Herausforderungen für die Arbeit im digitalen Wandel. Danach wurden erste Gestaltungsideen für die Region entwickelt, wie den Herausforderungen chancenorientiert begegnet werden kann. Folgende Fragenstellungen standen im Mittelpunkt:

  • Wie können Betriebe und Mitarbeiter für die Einführung neuer Technologien begeistert werden?
  • Wie können sich Unternehmen in der Region – und vor allem auch KMU – als attraktive Arbeitgeber sichtbar machen?
  • Wie kann es gelingen, Alt und Jung gemeinsam für den digitalen Wandel zu begeistern und dabei deren spezifische Kompetenzen gezielt zu nutzen?

Die im Ideenlabor entwickelten Gestaltungsideen bieten erste konkrete Ansätze, wie die Region für den digitalen Wandel fit gemacht werden kann. Die Kampagne mit dem Arbeitstitel Schachtzeichen 4.0 könnte als gemeinsame Initiative der Region entstehen, um gute Beispiele aus Unternehmen im digitalen Wandel sichtbar zu machen und die Beschäftigten mitzunehmen. Digitalisierungsberater ziehen als „virale Inkubatoren“ durch die Region, sensibilisieren auf allen Ebenen für das Thema Digitalisierung und zeigen Unternehmen konkrete Vorteile auf. Damit sich vor allem auch kleinere und mittelständische Unternehmen als attraktive Arbeitgeber darstellen können, wäre die Entwicklung eines Digitalen Verbundes/Mapping-Projektes in Form einer virtuellen Landkarte denkbar, mit der sich potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen schnellen Überblick zu den für sie interessanten Unternehmen verschaffen können.

Zum Abschluss des Ideenlabors zeigte sich Dr. Jens Stuhldreier sehr zufrieden mit den Ergebnissen und stellte heraus: „Die Schnittmenge aus den drei Arbeitsgruppen war sehr groß“. Martin Peetzen, Leiter der Regionalagentur Emscher-Lippe, hob die Offenheit der Teilnehmenden hervor und bedankte sich für die engagierten Diskussionen. Das Ideenlabor sei erst der Auftakt gewesen, „diese vielfältigen Ideen sollen von einer Arbeitsgruppe in ein erstes Konzept überführt werden“.