Herausforderungen

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt mit rasanter Geschwindigkeit. Neue technologische Möglichkeiten eröffnen flexiblere Formen der Arbeitsorganisation und stellen neue Anforderungen an Aus- und Weiterbildung sowie an Mitbestimmung in den Betrieben. Die Frage, wie der digitale Wandel gemeinsam gestaltet werden kann, steht im Mittelpunkt der Ideenlabore. Ausgangspunkt sind dafür die Herausforderungen, vor denen die verschiedenen Arbeitsmarktregionen in Nordrhein-Westfalen jeweils stehen. Wie werden die Auswirkungen des digitalen Wandels für die Arbeitswelt sichtbar? Wo besteht der größte Handlungsbedarf?

Die Ergebnisse der Ideenlabore werden kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Obwohl die Regionen unterschiedliche Herausforderungen in den Mittelpunkt ihrer regionalen Aktivitäten stellen, können bereits jetzt übergreifend fünf zentrale, sich teils ergänzende Herausforderungen identifiziert werden.


Die Potenziale der Digitalisierung für das eigene Unternehmen erkennen und nutzen

Für viele Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das Thema Arbeit 4.0 sehr abstrakt, wenig erfahrbar und anwendbar in ihrer täglichen Arbeit. Viele nehmen sich dem Thema nicht an, da die Chancen auf den ersten Blick nicht erkennbar sind und die Umsetzung sehr komplex erscheint. Die Herausforderung besteht darin, die Unternehmen und Menschen zu mobilisieren und die Chancen der Digitalisierung für sie greifbar zu machen. Die abstrakten Themen Arbeit 4.0 und Digitalisierung müssen auf den eigenen Kontext der Unternehmen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übersetzt werden. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen benötigen Unterstützung, um die Vorteile der Digitalisierung für sich zu erkennen.

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Quelle: ©panthermedia.net / alphaspiritMitarbeiter und Führungskräfte für die digitale Transformation begeistern

Neue Technologien verändern die Arbeitswelt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch von Führungskräften. Sie stehen vor unbekannten, neuen Herausforderungen. Viele begegnen dem Einsatz neuer Technologien und Veränderungen mit großer Skepsis. Doch nur gemeinsam können Veränderungsprozesse gestaltet und neue, gute Lösungen entwickelt werden. Mitarbeiter wie Führungskräfte müssen gleichermaßen für die digitale Transformation begeistert werden, um den Wandel erfolgreich zu gestalten und ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft zu machen.

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Alle Menschen im digitalen Wandel mitnehmen

Junge Kolleginnen und Kollegen haben oftmals einen offeneren und leichteren Zugang zur Digitalisierung und zu neuen Technologien, als die älteren Kolleginnen und Kollegen. Dafür besitzen die älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen großen Erfahrungs- und Wissensschatz. Wie kommen also alle Generationen dazu, das Wissen und die Erfahrungen miteinander zu teilen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen? Wenn alle mitgenommen werden können, wird niemand mehr vom digitalen Wandel abgehängt − dies gilt insbesondere für benachteiligte Zielgruppen auf dem Arbeitsmarkt.

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Als Arbeitgeber und Region attraktiv bleiben

In Zeiten des Fachkräftemangels fällt es besonders kleineren und mittleren Unternehmen schwer, sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region zu positionieren. Zu oft werden sie in der Region von Absolventen und Fachkräften bei der Arbeitssuche übersehen. Die zentrale Frage ist daher: Wie können KMU ihre Vorteile aufzeigen und als attraktive Unternehmen sichtbar werden? Viele Unternehmen verfügen bereits heute über eine moderne Unternehmenskultur, die für Außenstehende nicht unmittelbar erkennbar wird. Die Vorzüge der einzelnen Betriebe wie z.B. flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien, Karriere- und Qualifizierungsmöglichkeiten, sollten gegenüber Bewerbern, insbesondere Auszubildende und Studierende, sichtbar gemacht werden.  

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Die richtigen Kompetenzen erkennen und fördern (Aus- und Weiterbildung)

In den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ruhen oftmals ungeahnte Kompetenzen: So ist der neue Auszubildende vielleicht der Experte für Social Media, die langjährige Mitarbeiterin spricht eine für das Unternehmen relevante Fremdsprache. Für Unternehmen wird es in Zukunft noch wichtiger werden, diese Kompetenzen zu erkennen und gezielt einzusetzen. Wichtig ist dabei, die benötigten Kompetenzen zu definieren und zu fördern. Kontinuierliche, arbeitsplatznahe Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spielt im Unternehmen eine immer wichtigere Rolle.

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