Brancheninnovationsfestival Münsterland

Die Idee des Digitalisierungsfestivals entstand während des ersten Ideenlabors der Region Münsterland am 13. Juni 2017 und trug zunächst den Arbeitstitel „Brancheninnovationsfestival“.

Während des zweiten Ideenlabors im November 2017 wurde die Idee entlang folgender sechs Schlüsselkomponenten ausgearbeitet:

Gruppenbild aus dem Ideenlabor

1. Mehrwert:

Ein Digitalisierungsfestival im Münsterland trage zum Bewusstsein bei, dass der Digitalisierungswandel bereits im vollen Gange sei. Im Mittelpunkt stünden Begeisterung und Spaß. Ein großer Nutzen bestehe in der Möglichkeit zur Vernetzung. Durch den Austausch aller Akteure − von Arbeitgebern bzw. Unternehmern über Personalverantwortliche, Angestellte, Studierende, Familien und älteren Menschen − könne man Grenzen zwischen ‚Digitalisierten‘ und ‚Analogen‘ überwinden und ein `Voneinander lernen` anstoßen. Die Verbesserung des Images der Region wurde ebenso als Mehrwert gesehen und könnte daher auch ein wachsendes Interesse von Fachkräften an der Region Münsterland erwirken.

2. Zielgruppe:

Das Festival soll die breite Öffentlichkeit ansprechen und jeder Besucher soll für sich einen Nutzen erkennen können (s. Punkt 1).

Gruppenbild aus dem Ideenlabor3. Inhalte und methodisches Vorgehen:

Für das Digitalisierungsfestival wurden verschiedene Ideen zusammengetragen. Grundlage sollen Formate sein, die die Teilnehmenden aktivieren und motivieren sowie vielfältige Angebote für verschiedene Zielgruppen. Folgende Vorschläge wurden gesammelt:
„Fail-Pitches“-/ „Lessons learned“-Session, Präsentation von „Show Cases“ / „Best Practices“, Change-Impulse: „Wie ist es anderen gelungen, Strukturen im Unternehmen aufzubrechen?“ – Aufzeigen möglicher Strategien und Technologien, „Schülerinnen und Schüler stellen ihre Ideen vor“, Zukunftsszenarien: “Welche Innovationen wird es geben“? „Wie verändert sich die Lebens- und die Arbeitswelt?“.

Als mögliche weitere Formate wurden Barcamps, Denkfabriken, „Schaufenster der Möglichkeiten“, „Digitalisierungs-Check-Ups“, Gamification-Elemente, Filmvorführungen, ein Marktplatz-Chatcafé zur Vorabvernetzung sowie eine Matchingplattform für Vorab „Matches“ zur Vorbereitung realer „Dates“ während der Festivals ergänzt.

4. Ablauf:

Das Festival soll mit einem großen Kick-Off an einem Freitagabend und an einem zentralen Ort im Münsterland starten. Über den Zeitraum von sieben Tagen finden an verschiedenen Orten, über das gesamte Münsterland verteilt, Veranstaltungen und Aktionen in Unternehmen und an öffentlichen Orten statt. Mit einem gemeinsamen Abschluss an einem zentralen Ort in Münster endet anschließend das Festival. So sollen möglichst viele verschiedene Akteure angesprochen und aktiv in das Geschehen eingebunden werden.

5. Schlüsselaktivitäten

Was brauchen die Akteure im Münsterland, um den Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu begegnen? Diese Bedarfsabfrage wurde als primäre Schlüsselaktivität definiert. Als ebenso grundlegend wurde die Schaffung einer offenen Atmosphäre eingeschätzt, die die Beteiligung Aller ermöglichen soll. Eine konkrete Idee hierzu war ein Betreuungsangebot in Form von „Digitalisierungs-Paten“, die durch das Festival führen und auch im Nachgang als Paten bei Fragen zur Verfügung stehen. Die Produktion eines Werbetrailers, um bei möglichst vielen Akteuren Interesse zu wecken sowie die Einrichtung einer Plattform zum Vorab-Matching und -Netzwerken waren weitere Ideen.

6. Schlüsselpartner:

Um der Heterogenität der Region bestmöglich entsprechen zu können wurde von den Teilnehmenden entschieden, eine größtmögliche Akteursgruppe als Schlüsselpartner zu definieren. Entsprechend wurden identifiziert: Medien, Kommunen, Weiterbildungspartner, IHK, HWK, WFG, Unternehmen (auch KMU), IT-Forum, Digitialisierer und Umsetzer, Start-Ups, Akteure aus dem Bildungssektor und Schulen (Stichwort „Kinderuni“), Akteure aus regionalen Infrastrukturbereichen, ein Schirmherr oder eine Schirmherrin bzw. eine Identifikationsfigur sowie Bands, die den Festivalcharakter unterstreichen könnten.

 

Als zentrales Ziel des Digitalisierungsfestivals wurde die Nachhaltigkeit und Weiterführung des Festivals genannt. Das Festival soll somit keine einmalige Veranstaltung werden, sondern sich im Idealfall als feste Institution in der Region etablieren. Darüber hinaus soll der Charakter dieses Festivals ermöglichen, dass jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin etwas für sich mitnehmen kann. Grundlage dafür wäre sowohl der weitere Betrieb der Matching-Plattform, als auch der regelmäßige Austausch und die langfristige Unterstützung durch Formate wie „Anonyme Analoge“, die über das Festival hinausgehen. Nur mit einer dauerhaften Verbindlichkeit kann ein solches Festival die Region langfristig stärken, Raum für neue Geschäftsfelder schaffen und zu mehr Attraktivität beitragen.

Um eine größtmögliche Verbindlichkeit zwischen der Regionalagentur und den Teilnehmenden zu erhalten, wurden bereits konkrete Angebote und Unterstützungen namentlich auf einer Kompetenzlandkarte festgehalten und dienen als Grundlage für die nächsten Arbeitsschritte.

 

 

Kontakt: Regionalagentur Münsterland [Rita Ixmann, ixmann@muensterland.com]