MEO-Ausbildungs-App

Eine App, die alle Ausbildungsplätze in der Region sichtbar macht und neben allgemeinen Informationen spezielle Vor-Ort-Features, Such- und Empfehlungsfunktionen sowie ein Matching-Tool für Azubis und Ausbilder bietet. Diese Idee ist im Rahmen des Ideenlabors der Regionalagentur MEO entstanden, das am 21.6.2017 in Essen stattfand.

Bild des Ideenlabors

Damit vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der Region bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht länger übersehen werden, könnte eine Ausbildungs-App Jugendlichen dabei helfen, sich beruflich zu orientieren und Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort „im Vorbeigehen“ zu entdecken.

Als Datenbasis für die App könnte eine Meta-Plattform dienen, die Informationen zu allen freien Ausbildungsplätzen in der Region – auch von KMU − zusammenführt. Dazu könnten allgemeine Informationen zu Ausbildungswegen, Berufsbildern oder zur Vergütung hinterlegt und z.B. bereits vorhandene Videos eingebunden werden. Die App könnte darüber hinaus auch spezielle Features beinhalten, wie z.B. Informationen in Echtzeit sowie Erinnerungen und Empfehlungen zu freien Lehrstellen in anderen Unternehmen in der Region, ähnliche Ausbildungen im selben Interessensgebiet sowie Beratungsstellen und Informationsveranstaltungen. Daneben könnte die App unternehmensspezifische Informationen und Angebote integrieren, wie z.B. eine schnelle und niedrigschwellige Kontaktaufnahme zwischen interessierten Bewerbern und einem Unternehmen. Von solchen Angeboten würden insbesondere auch in der Region weniger bekannte KMU profitieren, zugleich fördern sie die Etablierung einer digitalen Unternehmenskultur. Ein weiteres Feature der App könnte in der ansprechenden Aufbereitung von spezifischen Unternehmensinformationen liegen, wie z.B. zu Fakten „Wusstest du schon, wo unsere Produkte hingehen?“ oder spezielles Knowhow.

Für den Erfolg der App wird der Zeitpunkt der Berufsorientierung als entscheidend angesehen. Deshalb ist es bei der Umsetzung wichtig, die App aktiv in Schulen, Netzwerken, sozialen Medien, bei der Berufsberatung und im öffentlichen Raum sowie bei den Kontaktstellen „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu bewerben. Dies könnte z.B. auch mit Serious Gaming verknüpft werden. Neben der Regionalagentur als Klammer und Koordinator wurde auch die finanzielle Unterstützung durch das Landesarbeitsministerium als entscheidend für die Umsetzung benannt. Die nächsten Schritte könnten zum einen darin liegen, zielgruppenspezifische Bedarfe zu identifizieren, z.B. im Rahmen eines Workshops oder eines Beteiligungsprozesses mit Jugendlichen. Zum anderen sollten die technischen Voraussetzungen zum Aufbau der Metaplattform geprüft werden. Dies könnte z.B. in Zusammenarbeit mit einer Hochschule der Region geschehen.

Kontakt: Regina Schenberg, NRW Regionalagentur MEO (regina.schenberg@essen.ihk.de)