Dialogprozess Unternehmen und Potentials

Ausgangspunkt der Diskussion war die Herausforderung, wie Menschen, die beruflich z.B. auf Grund von Elternzeit länger pausiert haben, für sie attraktive Unternehmen finden können – und auch umgekehrt, wie Unternehmen Berufsrückkehrer und Quereinsteiger als geeignete Fachkräfte identifizieren können.

Hierzu wurden mehrere Lösungen als erste Ideenansätze entwickelt: In einem breit angelegten Dialogprozess sollten potenzielle Zielgruppen wie z.B. Berufsrückkehrer (Potentials) mit Unternehmen in den direkten Austausch kommen. Ziel wäre, dass Unternehmen unmittelbar Rückmeldungen zu den Bedürfnissen, Möglichkeiten und Wünschen des Potentials erhalten und daraus Schlüsse ziehen für die eigene Unternehmenskultur, für Arbeitszeitmodelle oder die Außendarstellung. Nötig hierfür wäre ein Zusammenschluss von Unternehmen, die sowohl zu Präsenz-Veranstaltungen als auch zum Online-Austausch einladen. Die Unternehmen selbst würden sich dadurch als engagierte, offene und attraktive Arbeitgeber präsentieren.

Weiterhin könnten Unternehmen die Möglichkeiten nutzen, den Kontakt zu Mitarbeitenden während der Elternzeit zu halten, um die Chancen auf eine Rückkehr zu erhöhen („Netzwerken statt Abschied“). Eine weitere Idee ist, dass geeignete Kommunikationsorte genutzt werden, an denen sich Unternehmen für Fachkräfte bekanntmachen, z.B. in Kitas und Schulen, in denen Mütter und Väter naturgemäß stark präsent sind. Daneben könnte auch eine Plattform hilfreich sein, um für Arbeitssuchende sowie für Unternehmen in der Region Transparenz zu schaffen. Großer Handlungsbedarf wurde auch darin gesehen, Unterstützungsstrukturen aufzubauen, durch die Berufsrückkehrer ihre eigenen beruflich relevanten Kompetenzen besser zu erkennen und darzustellen. Potenziale werden auch in bereits bestehenden Angeboten wie z.B. in der Beratung gesehen. Diese müssten jedoch zum einen bekannter werden und zum anderen sollte eine Bestandsaufnahme Handlungsbedarf aufweisen, wie die Angebote besser angenommen werden könnten.

 

Kontakt:  ferdinand.nett@duesseldorf.de